• Zeitaufnahme Hintergrund

Zeitaufnahme

Die Zeitstudie oder auch Zeitaufnahme ist eine Methode der Zeitermittlung und bezeichnet das Ermitteln von Sollzeiten durch Messen und Auswerten von IST-Zeiten. Die Durchführung einer Zeitaufnahme darf dabei nur von Personen übernommen werden, die ihre Qualifikation über eine entsprechende Ausbildung nachgewiesen haben. Diese Qualifikation ist eine Grundvoraussetzung für unsere Mitarbeiter. Durch viele Jahre praktischer Erfahrung in den unterschiedlichsten Branchen ist unser Team in der Lage hier jeder Herausforderung zu begegnen. Dabei ist der partnerschaftliche Umgang mit den Mitarbeitern vor Ort eine Selbstverständlichkeit. Zur Analyse des Prozesses vor Ort und der anschließenden Auswertung unserer Zeitaufnahme setzen wir die Zeitwirtschafts-Software PROCESS TM ein.

Leistungsgradbeurteilung während einer Zeitaufnahme

Wenn zwei Menschen die gleiche Arbeit ausführen, dann gibt es im Ergebnis, also dem was produziert oder geleistet wurde, häufig einen Unterschied. Dieser Unterschied erklärt sich durch auf unterschiedliche Fähigkeiten und Leistungsbereitschaften der Arbeitenden beruhenden Intensität und Wirksamkeit ihrer Arbeit. Wenn eine solche Arbeitsleistung gemessen werden soll, dann muss zusätzlich zur Leistungs- und Zeitmessung ein Faktor beurteilt werden, der diese Unterschiede ausgleicht. Dieser Faktor ist der Leistungsgrad und wird während der Zeitaufnahme beurteilt.

Durch Anwendung eines solchen Leistungsgrades auf gemessene Arbeitsleistungen erzeugt man eine Bezugsleistung (100 %-Leistung oder Normalleistung), die als Vorgabezeit für andere Arbeitende, als Grundlage für die Entgeltfindung und als Sollzeit für ähnliche Aufgaben verwendet werden kann. Im folgenden ein Beispiel zur Normalisierung durch Leistungsgradbeurteilung:

Diagramm-Tätigkeit

Vorgabezeitermittlung nach einer abgeschlossenen Zeitaufnahme

Aus einer Zeitaufnahme lassen sich Ergebnisse für ein breites Anwendungsfeld ableiten. Die ermittelten SOLL-Zeiten werden u.a. zur Kalkulation von Prozessen, zur Leistungsentlohnung, zur Prozessanalyse oder für internes und externes Benchmarking verwendet. Zur Feststellung von Schwachstellen und Rationalisierungspotenzialen nutzen wir die Prozessanalyse.

Prozessanalyse

Bei der Prozessanalyse werden die Ablaufabschnitte der Zeitstudien ohne Bezug auf eine Einheit hinsichtlich ihres Anteils an der Gesamtaufnahmezeit und ihrer Wertschöpfung am Prozess berechnet bzw. beurteilt.

Während der Anteil mathematisch eindeutig zu definieren ist, so ist die Zuordnung auf die Kriterien Hauptprozess, Nebenprozess (teilweise wertschöpfend) oder nicht wertschöpfend als „fließender Übergang“ zu betrachten. Zunächst gilt dabei folgende Definition:

Hauptprozess: Tätigkeiten die unmittelbar zur Erfüllung der Arbeitsaufgabe gehören. Diese Tätigkeiten bieten i.d.R. wenig Potenzial für Verbesserungsmaßnahmen.

Nebenprozess (teilweise wertschöpfend): Tätigkeiten die mittelbar zur Erfüllung der Arbeitsaufgabe gehören und variabel in ihrem Aufwand sind. Diese Tätigkeiten bieten Rationalisierungsansätze die durch unterschiedlich hohen Aufwand zu realisieren sind.

Nicht wertschöpfende Tätigkeiten: Tätigkeiten die nicht direkt zur Arbeitsaufgabe gehören und i.d.R. einen Mehraufwand verursachen. Diese Tätigkeiten bergen das größte Rationalisierungspotenzial, oftmals durch organisatorische Änderungen oder geringe Investitionen.

PZA Tabelle
PZA Kuchendiagramm

Auf diese Art und Weise ermitteln wir für unsere Kunden belastbare Kennzahlen zur Optimierung, Planung, Steuerung und Verrechnung ihrer Prozesse.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, zögern Sie nicht lange und kontaktieren Sie uns für ein Gespräch zur Zeitaufnahme.