• Ablauf und Prozessanalyse Hintergrund

Ablaufanalyse

Unter einer Ablaufanalyse versteht man die Untersuchung eines Arbeitsablaufes und die anschließende Darstellung. Je nach Verwendungszweck und Ziel der Untersuchung wird der Arbeitsablauf oder Prozess über folgende Methoden beschrieben:

Durchführung und Dokumentation von Zeitstudien

Hier wird der IST-Zustand in chronologischer Reihenfolge inhaltlich und zeitlich beschrieben. Ziel dabei ist es SOLL-Vorgaben zu ermitteln und Schwachstellen im Prozess sichtbar und quantifizierbar zu machen. Hierzu verwenden wir die Prozessanalyse.
Bei der Prozessanalyse werden die Ablaufabschnitte der Zeitstudien ohne Bezug auf eine Einheit hinsichtlich ihres Anteils an der Gesamtaufnahmezeit und ihrer Wertschöpfung am Prozess berechnet bzw. beurteilt. Während der Anteil mathematisch eindeutig zu definieren ist, so ist die Zuordnung auf die Kriterien Hauptprozess, Nebenprozess (teilweise wertschöpfend) oder nicht wertschöpfend als „fließender Übergang“ zu betrachten. Zunächst gilt dabei folgende Definition:

Hauptprozess: Tätigkeiten die unmittelbar zur Erfüllung der Arbeitsaufgabe gehören. Diese Tätigkeiten bieten i.d.R. wenig Potenzial für Verbesserungsmaßnahmen.
Nebenprozess (teilweise wertschöpfend): Tätigkeiten die mittelbar zur Erfüllung der Arbeitsaufgabe gehören und variabel in ihrem Aufwand sind. Diese Tätigkeiten bieten Rationalisierungsansätze die durch unterschiedlich hohen Aufwand zu realisieren sind.
Nicht wertschöpfende Tätigkeiten: Tätigkeiten die nicht direkt zur Arbeitsaufgabe gehören und i.d.R. einen Mehraufwand verursachen. Diese Tätigkeiten bergen das größte Rationalisierungspotenzial, oftmals durch organisatorische Änderungen oder geringe Investitionen.

Die Abbildung zeigt eine typische Prozessstruktur die wir in den unterschiedlichsten Branchen immer wieder vorfinden.

Deutlich ist zu erkennen, dass über 30% der Tätigkeiten nicht wertschöpfend sind. An dieser Stelle steigen wir zusammen mit Ihrem Team in den Verbesserungsprozess ein. Optimierungen lassen sich dabei zum Teil durch schnelle organisatorische Maßnahmen erreichen, andere erfordern aber auch technische Änderungen und Investitionen.
Auf jeden Fall: Wir begleiten Sie bei diesem Verbesserungsprozess bis zur nachhaltigen Umsetzung.

PZA Tabelle
PZA Kuchendiagramm

Darstellung des Materialflusses

Bei der Darstellung des Materialflusses werden in der Regel grafisch die Warenbewegungen des Produktionssystems oder des Lagers systematisch mit entsprechenden Mengenvolumen abgebildet. Ziel dabei ist es unnötige Wege und Fahrtzeiten oder das Transportvolumen zu reduzieren. Je nach Anforderung erstellen wir in Zusammenarbeit mit unseren Kunden z.B. ein Sankey-Diagramm.

oder nutzen unser PROCESS MX (Software zur Abbildung von Wegmatrizen) um den Materialfluss transparent und rechenbar zu machen.

Lagerabbild
Sankey Diagramm

Arbeiten mit Netzplantechnik

Netzplan

Die Abbildung sehr komplexer Vorgänge, die auch in technischer wie zeitlicher Abhängigkeit zueinander stehen, lassen sich idealerweise über die Netzplantechnik abbilden. Wir setzen dabei auf die leistungsfähige Projektsteuerungssoftware von Microsoft: MS Projekt. Intelligent genutzt kann man z.B. neben der Steuerung von Projekten auch Strukturstücklisten und Arbeitsplänen importieren, um so die Durchlaufzeiten von sehr komplexen Bauteilen zu berechnen und den kritischen Pfad zu visualisieren.

Die Prozess- und Ablaufanalyse sind gute Mittel zur Veranschaulichung und geben am Ende einen einfachen Überblick über Einsparungspotenzial.
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, zögern Sie nicht lange und kontaktieren Sie uns für ein Gespräch zur Prozess- und Ablaufanalyse.